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Supplemente~6 Min LesezeitZuletzt aktualisiert:

Creatin: Wirkung, Dosierung und Mythen – sachlich erklärt

Creatin ist eines der am besten erforschten und wirksamsten Supplemente. Was es kann, wie du es dosierst und welche Mythen sich hartnäckig halten.

Was Creatin ist und wie es wirkt

Creatin ist eine körpereigene Substanz, die vor allem in den Muskeln gespeichert wird. Dort hilft es in Form von Kreatinphosphat, den Energieträger ATP bei kurzen, intensiven Belastungen schneller wieder bereitzustellen. Praktisch bedeutet das: etwas mehr Kraft und oft eine oder zwei zusätzliche Wiederholungen pro Satz. Über Wochen und Monate kann dieser kleine Vorteil zu mehr Kraft- und Muskelaufbau führen. Creatin gehört zu den am besten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln im Sport, und seine leistungssteigernde Wirkung ist gut belegt.

Welche Form?

Creatin-Monohydrat ist der Goldstandard: am gründlichsten erforscht, wirksam und günstig. Teurere Varianten versprechen oft Vorteile, die sich wissenschaftlich nicht zeigen. Für nahezu alle ist Monohydrat die richtige Wahl.

Dosierung: zwei Wege

Es gibt zwei gängige Vorgehensweisen. Bei der reinen Erhaltungsdosis nimmst du dauerhaft etwa 3 bis 5 Gramm pro Tag; die Muskelspeicher sind dann nach rund drei bis vier Wochen gesättigt. Wer schneller sättigen möchte, kann eine optionale Ladephase einlegen: etwa 20 Gramm pro Tag (rund 0,3 g pro kg Körpergewicht), aufgeteilt auf vier Portionen, für fünf bis sieben Tage – danach geht es mit 3 bis 5 Gramm pro Tag weiter. Wichtig: Die Ladephase ist nicht notwendig, sie beschleunigt nur die Sättigung. Das Endergebnis ist in beiden Fällen gleich.

Timing und Einnahme

Die Tageszeit spielt kaum eine Rolle – entscheidend ist, dass du Creatin täglich und konsequent nimmst, damit die Speicher gefüllt bleiben. Nimm es mit ausreichend Flüssigkeit und achte generell auf eine gute Wasserzufuhr.

Sicherheit und Mythen

Creatin-Monohydrat gilt für gesunde Menschen als sicher und gut verträglich. Es ist kein Steroid und kein Hormon. Nach aktueller Studienlage schädigt es gesunde Nieren nicht; wer eine Nierenerkrankung hat, schwanger ist oder Vorerkrankungen mitbringt, sollte die Einnahme ärztlich abklären. Eine leichte Wassereinlagerung im Muskel ist normal und harmlos – sie macht den Muskel eher voller, nicht „aufgeschwemmt” unter der Haut. Auch „Creatin muss man zyklen” ist ein Mythos: Eine dauerhafte tägliche Einnahme ist üblich und sinnvoll.

Wer profitiert

Von Creatin profitieren vor allem Menschen im Kraft- und Hypertrophietraining, aber auch viele Ausdauer- und Teamsportler. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich stark; einige Menschen sprechen kaum an („Non-Responder”), oft weil ihre Speicher von Natur aus schon gut gefüllt sind.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Ladephase?
Nein, sie ist optional und sättigt nur schneller; 3–5 g täglich reichen.
Wann soll ich Creatin nehmen?
Zu einer beliebigen Tageszeit – Hauptsache täglich.
Macht Creatin dick oder „aufgeschwemmt”?
Nein; etwas Wasser im Muskel ist normal und lässt den Muskel voller wirken.
Ist Creatin sicher?
Für Gesunde ja; bei Nierenerkrankungen oder Schwangerschaft vorher ärztlich abklären.

Quellen

  • Kreider R. B. et al. (2017): International Society of Sports Nutrition position stand: safety and efficacy of creatine supplementation in exercise, sport, and medicine. Journal of the International Society of Sports Nutrition.

Autor: Body Supremacy Performance Lab — Redaktion · Zuletzt aktualisiert:

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